Japan – Swiss’ Approach

Wir haben 2009, eine Woche vor den langersehnten Japanferien. Irgendwann anfangs Jahr; oder war’s noch länger her, fassten zwei wagemutige Schweizer den endgültigen Entschluss, einen knapp 2 Wochen dauernden Aufenthalt im Lande der aufgehenden Sonne zu buchen. Akira schon länger ein Japanfan, konnte sein Vater Hide (eigentlich Hidetoshi) überzeugen, dieses, vielleicht nicht gerade Wagnis, allerdings schon ziemlich aussergewöhnliche Vorhaben (und vor allem teure, menno, menno) mitzumachen. Mam bleibt lieber zu Hause. Mal sehen, was daraus wird, ja, das tun wir. Aber Zufall war gestern, ich mein, so was erlebt man nicht alle Jahre, also wird das ganze ein wenig geplant. Wir reisen mit einer deutschen Gesellschaft, werden in den verschiedenen Destinationen (von Tokio bis Kyoto) herumgeführt und alles so mögliche gezeigt. Das ganze läuft bei uns unter dem Namen Project Swiss’ Approach.

Ein paar Facts and Figures:

  • Flug:
    • Lufthansa
    • 11:45h hin
    • 12:10h zurück
  • Daten
    • Von Mi, 30. Sept. 2009
    • Bis Sa, 10. Okt. 2009
  • Zeiten
    • Abflug: 15:45 Uhr
    • Landung: 10:30 Uhr
    • Abflug: 10:20 Uhr
    • Landung: 15:30 Uhr
  • Locations
    • München → Tokio
    • Osaka → Frankfurt

Jo, 12h Stunden Flug, ganze 12 verdammte Stunden. Das wird hart, jawohl. Aber ich mein, was erwartet einem dann? Ich wette, die Leidenspassion Akira’s kommt dann erst auf dem Rückweg, huh?

Wir haben wir Fahrkarten für die SBB und die DB. Wir müssen 2h vorher am Abflugort sein. Also, ich kauf dann Billets für das ganze Spektakel; erst dann fällt mir auf, wie früh wir aufzustehen haben:

          Akira (5:42 Uhr) → Singen (7:56 Uhr) = 2:14h
          Singen (7:58 Uhr) → München (12:17) = 4:19h

          Frankfurt a. M. (17:54 Uhr) → Basel Bad (20:36 Uhr) = 2:42h
          Basel Bad (20:45 Uhr) → Akira (22:15 Uhr) = 1:32h

Intrakontinentaler-Routenplan

Das wird mir ja eine Geburt werden … ich glaub ich bin eine sehr tote Leiche ehe wir in Narita (Tokio) sind …

Das Programm

Abgesehen davon, dass wir 4h 14min + 11h 45min, sagen wir 16h (wow, nur 1min Verspätung auf einer mehr als elftausend Kilometer langen Strecke; nicht schlecht) fliegen werden, sieht das Programm, „Best of Japan“, grundsätzlich nicht schlecht aus. Ich geh das jetzt mal durch.

Beim Gepäck schreiben sie, man darf 20kg Freigepäck plus Handgepäck mitnehmen. Dann darunter: „[…] somit steht Ihnen das Hauptgepäck für die Übernachtung […] nicht zur Verfügung. Packen Sie […] ein praktisches Handgepäcksstück (kleiner Rucksack oder kleine Reiseumhängetasche) mit Badeutensilien, Wechselwäsche, Regenschirm und evtl. wärmerer Kleidung.“ Gugu, hallo? Kleine Reiseumhängtasche und ein Regenschirm. Find ich richtig amüsant. Gut, vielleicht verstehen die ja was anderes unter Reiseumhängtasche. Haha.

Die Zeit. Ja, abgesehen davon, dass sie flieht (Tempus fugit) haben wir auf unserem Planeten ja die sogenannten Zeitzonen. Normalerweise tun die mir ja nicht weh, jetzt allerdings wird mir das ein ziemlicher Spiessrutenlauf. Wenn wir hier zB. 13:00 Uhr haben, sind die in Japan schon bei 20:00 Uhr, also schon fast im Bett … oder fertig mit Nachtessen, ist ja egal. ;-)
Das heisst für uns wir fliegen 15:45 Uhr und sind dann erst 18h später effektiv dort. Eigentlich verkürzt das meinen Aufenthalt dort. Mist! Aber es verlängert dann beim nach Hause kommen auch meine Ferienzeit. Wir fliegen um 10:20 Uhr ab, sind dann allerdings schon nach „5h“ wieder zurück, anstatt nach 12 … haha.

Die Einrichtung der Zimmer soll ja ganz spassig werden:

Sie haben die so called „Washlet“ (meine Güte, meine Güte, heilige „Scheisse“, man siehe sich das Bild an: http://de.wikipedia.org/wiki/Washlet#Japanische_Washlets) DA wird der 00-Gebrauch zum Erlebnis erster Sahne. Das Washlet ist laut Wikipedia „der am höchsten entwickelte Toilettentyp weltweit, der mit vielfältigen Funktionen ausgestattet ist. […] Das Washlet Zoe von Toto steht im Guinness-Buch der Rekorde als die Toilette mit den meisten Funktionen.“
Unter anderem dann, weiters aus Wikipedia: „Während sich die Toilette auf den ersten Blick kaum von einer herkömmlichen Sitztoilette westlicher Art unterscheidet, birgt sie eine Vielzahl von Funktionen [das Böse steckt in jeder Maschine. Machina machinae lupus est*, wie der Lateiner sagen würde, haha] wie Warmluftgebläse, Sitzheizung, Massagefunktion [Mortzdonnerstärnesiechnomol, wo um Himmelswillen, herrje nochmals, will dieser Satan der Elektrischen mich massieren? Hallo?], einstellbare Wasserstrahlen, automatischen Deckelöffner [das allerdings tönt nach einem hervorragenden Mega-Mo-Spielzeug], automatische Spülung, Funkbedienelemente, Heizung und Klimaanlage etc., die entweder in die Toilette oder in die Klobrille integriert sind. Die Bedienung erfolgt mittels einer separaten Steuerung, die seitlich an der Toilette oder an der Wand befestigt ist und oft per Funk mit der Toilette kommuniziert.“
Haha, wie geil ist das denn!?

Aber weiters: „[…] Die Strahlausrichtung wird durch Änderung der Ausrichtung des Düsenkopfes und Lenkung des Strahls durch eine andere Öffnung der Düse herbeigeführt, um die richtige Stelle zu treffen.“ Das Beste ist einfach, wie Wiki das ganze herrlich umschreibt … ich hör jetzt auf zu Zitieren, die reden da dann noch von Selbstbefriedigungen, Modellen für Greise und ganze Familien, einstellbare Wasserdrücke und so fort.
Aber eigentlich geht es ja um die allgemeine Ausstattung, nicht nur um die, meiner Ansicht im status quo, omnipotenten Geräte. Telefon, Klimaanlage und TV gehört noch dazu, ebenso wie ein Yukata, eine Art Kimono. Das wird ein Foto, Akira in „Yukata“ gehüllt.


Soviel mal zum Programm, das wir letzte Woche zugeschickt bekommen haben … überigens zusammen mit X Reiseleitern, Karte und Katalogen, die alle in etwa dasselbe thematisieren. Aber wir sind soweit vorbereitet, alles ready, alles wartet, nur noch ~1 Woche, nicht mehr lange, absolut nicht mehr lange. Leider, und ich brauche das unsägliche Futur 2, wird auch schon bald alles vorbei gewesen sein. Das bin ich mir durchaus bewusst, aber ich verdränge es erfolgreich, ha! Und für alle Daheimgebliebenen und Wiederkehrenden (ja, wir bleiben tatsächlich nicht für alle Zeiten dort), mache ich ganze viele Fotos als Erinnerung. Und mal schau’n, vielleicht bring ich ja den einen oder anderen Plastikbeutel mit oder schreibe eine Postkarte ;-)

Bis dann,
Akira.

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36 Kommentare zu „Japan – Swiss’ Approach“

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