Hallelujah und so.

Wiedermal ein gewöhnlicher Freitag und einer dieser Tage, an denen Lektionen stattfinden, die es des Öftesten in diesen Blog schafften bisher. Musik und Turnen. Jah, in dieser Reihenfolge; seit langem war nämlich wiedermal ein Vorsingen fällig.

Wir, die uns wochewöchentlich (als Pendant: tagtäglich) in den Musikunterricht stürzen und sowieso schon viel ärmer seien, als die *adjektiv* BiG-Leute, müssen nun auch dieses untergehen, durchstehen, so gesehen einquartieren (im Geniste der Qual … oder so). Früh morgendlich, noch gähnend, frierend, weil es draussen mindestens minus fünfzehntausend Kelivinatoren hat, kommt man nun in die Vorhofkammer des dunklen Herzes des Vokalgesanges, dem Einsingen. Nach Verschiedensten kommt auch klein-Akira an die Reihe und muss sich dem Schicksal stellen. Champs-Elysees und Hallelujah wird geträllert, gewurstelt, ersteres mit unglaublicher Performance, (fast-)Tanzeinlage, Textphrasierungen und Pfeifen, letzteres immerhin mit hörbar Mr. Villazon nacheifernder Stimme. Das Mittel aus dem Kabarett und fünfmaligem Tonlagenwechsel (wohlgemerkt: im gleichen Song) beträgt 4.5, jaja, nicht gerade ein Orpheus der Unterwelt, aber im Underground war das Geschäft ja schon immer mies, Orpheus der Scheibenwelt, tahaha.

So, weiter im Text resp. vielleicht eher weg vom Text, Gesang und Büchern Richtung Turnen und Gymnastik und dem Zeugs. Da man die letzte (reguläre) Stunde vor den Ferien bestreiten wird, soll wiedermal mehr Spiel als Brot vorherrschen, Ostrakismos (Ostrazismus für den Lateiner) bestimmt Basketball, so spielen wir dann Fussball. For the Lord, God omnipotent reigneth, y can’t you destroy this g.damn indoor football? Nach 20min wird abgebrochen. Höh? Was ist denn jetzt los? Ui, Immortal Müller hat eine Idee, wiedermal solche Turneskapaden (nicht feucht-fröhlich oder tanzend-taktil), Schabernacke und Kapriolen, eine eisig-frostige Schneeballschlacht, in Turntenue.Es geht 4.314159 Sekunden und die gesamte Mannschaft ist vom Scheitel bis zu den baren Füssen motiviert, sich eisigen Mutes in den Schnee zu stürzen, welch Freude herrscht! Es vergeht etwa eine Minute und man spürt im smartiesstangenhohen Schnee seine Füsse nicht mehr. Nicht mehr, einfach so. Nach zwei Minuten also gehen wir wieder rein und lassen uns unter der Dusche kuhnageln. Freute obsiegte!

Nachher geht’s dann dem Gesange wahrhaftig an Leib und Substanz, die Chorprobe für die diesjährige Weihnachtsfeier liegt in den Startlöchern, der Chor zumindest schon beim Queue für ebenerwähnte Löcher. So tönts dann auch, als zum ersten Mal die 200 Spartiaten zum heiligen Gebrülle ansetzten. HA! Lelujah. HA! Leluja. … sollte man prononcieren, nach Chef’s Gusto. Vom kleinsten Vibratum meiner Stimmbänder aus, hinausfliegend, nach oben, an die Luft, ans Licht, unterhalb die Zunge, vorbeirauschend, knapp zwischen den Zähnen durchzischend, in den Saal raus, schwingt der Schall in fast imaginären Teilchenbewegungen und ertönt in einem Widerhall von Wand und Leuten, zu zweihundertst, so erklinget der Wohlfahrt Klang, des Händels Hallelujah, auf dem Ha akzentuiert, nach dem siebten Durchlauf war es auch schon ganz cool und knackig, tight, wie man sagt. Ich freu mich auf den Event. Leider fällt dann das Dienstagsturnen aus ;-)

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