Justa: A Tokyo Ska Concert

Was war dies denn? Von Tokio? Obwohl wir logischerweise in Kyoto hätten sein sollen? Und was ist Ska?

Wie man sieht, befindet sich dieser Post im Review-Bereich. Jawohl, um es vorneweg zu nehmen: Ich war an einem Tokyo Ska Paradise Orchestra Konzert in Osaka!

Aber von vorne. Was ist das überhaupt? Wenn man die Definition von Synkope beziehungsweise Offbeat kennt, recht einfach zu erklären: Musik, im Offbeat und mit Blasinstrumenten; und alles oftmals mindestens Tempo 180bpm. – Tokyo Ska Paradiese Orchestra (TSPO, Skapara oder einfach Tokyo Ska) ist sozusagen meine Lieblingsband (siehe hier. 2. Abschnitt). Sie sind zu neunt, spielen wie gesagt diese „Zirkusmusik“, wie sie meine Mam immerzu nennt und haben wohl das Enthusiasmusverschüttungspotential von … nein, pardon, es ist unvergleichlich … Es. Ist. Unglaublich. Wenn die auf der Bühne stehen und ihr Publikum auf ein Hochgefühl der Freude treiben, ist nachher nicht nur dieses, nein, die Band ist auch: bachnass.

TSPO 2006 in Otaru

TSPO 2006 in Otaru

Und genau so war es. Wir wussten, dass Tokyo Ska an einem einzigen Tag unseres Aufenthaltes spielen würde … aber, ähm, wir: in Kyoto, sie: in Osaka. Wir haben nie geglaubt, dass wir es in einem solch uns fremden Land schaffen würden … aber, wir schafften es. Nach einer Odyssee, Odysseus gleich, durch Gefahren, von U-Bahn über Zug zu Fussweg, wir haben alles durchgemacht; und brilliert als wir im NanbaHatch (なんばHatch) tatsächlich bei einer sehr perplexen Japanerin an der Abendkasse (hallo? Wer geht an einem Konzert an die Abendkasse? *rolleyes*) Tickets bestellten.

Und wie man weiss, hat mich Linkin Park (http://akirablog.ch/reviews/linkin-park-review/) nicht so begeistert … was war Tokyo Ska dagegen? Der Startschuss, ein Schlagzeugsolo. Und ja, der hat Triolen drauf, auch im Off, und nach 10 Sekunden ist der ganze Saal voller Japaner und zwei Langnase, also mir und Hide, am mitgehen, „skanking“ wie man das nennen tut. Es waren vielleicht maximal 1000 Leute im Saal, voll. Aber nur Fans. Alle wussten, wann man aufsprang, welche Texte man sang oder was kommt, wenn man plötzlich eine Melodika hört.

Sie brachten eine gute Mischung aus neuen Songs von der CD und alten Hits. 130 Minuten (!!) hielten sie die Leute in einer Hochstimmung sonder Gleichen … Die Japaner um mich herum blickten erst komisch, als ich da als Ausländer bei einem Konzert einer Band, die nicht gross international bekannt ist, auftauchte. Aber alle waren freundlich, höflich, lachten, sagten mir auf Japanisch, mich anschreiend, wie cool es sei … es war ein Friede; „Wild Peace“, wie ein Album heisst. Nach den 2h und einer Reprise, einem Verlassen der Halle und sich wieder Hineinklatschenlassen und einem weiteren Song sprachen sie noch einige Worte zum Publikum, von dem ich … ja … nichts verstand ;D

Aber ich find so was spitzenmässig, zum einen persönlicher, da kein Zehntausenderpublikum vor einem steht und andererseits pflegt man so die Fans.

Als Fazit kann ich Folgendes sagen: Letztendlich ist es unbeschreibbar gewesen. Es war, das kann ich sagen, das beste Konzert meines Lebens, 2 der schönsten Stunden meines Lebens, die ich niemals mehr vergessen werde. Tokyo Ska. In Japan. Es. Ist. Unglaublich.

Danke fürs Zuhören, musste ich mal loswerden :-)

Akira.

P.S.: Ja, sie tragen pinke Jacketts! :D

Ein Gedanke zu „Justa: A Tokyo Ska Concert

  1. Rune

    eindeutig, es ist musik. doch es ist eine musik, die ich keine zwei stunden am stück hören möchte…
    aber zu bestreiten wage ich nicht, dass es anderen leuten, wie dir, gefallen kann – und wie es scheint brauche ich dir nicht einmal zu wünschen spaß gehabt zu haben.

    in diesem sinne,
    rune

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