Schlagwort-Archiv: Hakone

Tag 5: 3EA. Shinkansen ~ !

Ausgangspunkt: Hakone. Zieldestination: Hiroshima. Distanz: ~750km. Zeit: 4h.
Joa, und man muss noch anmerken, dass bei dieser Zeit auch die Stationen reinberechnet sind. Aber dies und noch vielmehr ist mit einem der Schnellsten der Schnellen möglich, dem japanischen Schnellzug Shinkansen, der das Infrastruktursystem des Landes massgeblich beeinflusst. Plätze sind reserviert und wir stehen am Bahnhof. Man hört nichts, plötzlich rast ein Zug mit einer Nase, so lange wie ein ganzer Wagen fast ungebremst an uns vorbei. Ultraaerodynamisch und hocheffizient, so sieht er aus, und so wirkt er auch. Neben uns kommt einer zum Stillstand … aber hallo, nicht irgendwo, nicht irgendwie, nein, an genau vorgefertigten Punkten, wo die Leute stehen können, jeder Wagen ist durchgeplant, wo was ist, Telefon, Bar, Abfalleimer, was auch immer. Und er hält immer so. Immer. Totale Perfektion. Alle 5-10 steuert so ein Teil den Bahnhof an … und da will jemand sagen, es sei Verschwendung, nein, die sind immer mehr oder minder schön ein wenig voll; alles super.

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Tag 4: 9:1 für Onsen

Nach keinem leckeren Frühstück, gings ab mit dem Bus und zwar in den Süden. Wir fuhren und fuhren … aber ja, was wir gestern (http://akirablog.ch/japan/tag3/) in Akihabara nicht geschlafen haben, holten wir jetzt nach. Nicht in vollen Zügen (sondern Bussen, nein), aber immerhin hie und dort ein Powernapping hat gut getan. Erste Station „on the long way“ nicht „home“ sondern nach Hakone, war der grösste Steinbuddha von ganz Japan. Der Koloss ist im Sitzen, also der Meditationsstellung, 40m hoch und hat etwa Schuhgrösse Zweimeterfünfzig. Er hockt einfach so, schon 750 Jahre vor sich hin dösend, jawohl, erlebt hat er schon viel: Beispielsweise war um ihn herum ursprünglich ein Tempel, der aber von einem Tsunami zerstört wurde, gebaut. Nun steht der Gute halt einfach mitten in der Pampa draussen, umwindet von Grün und der Natur; wirklich ein eindrückliches Bild darstellend. Gleichfalls den Japanern. Viele von ihnen schmeissen ein paar Hundert Yen in den Kasten vor des Riesen Füsse, verneigen sich und ziehn ein Powergebet durch, im Rahmen von 10 Sekunden, und gehen wieder. Ich weiss nicht, wie die das machen mit dieser Religion. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie sie auf die eine Seite religiös sind, auf der anderen Seite aber wieder nicht so wirkend … oder liegt es an der westlichen Vorstellung von Religionsausübung? Kirche, Priester und Konsorten ist das A und O? Ist Buddha, Mönch und Kompanie das Yin und Yang, oder besser das A und N? Ich werde dem weiter auf die Spur gehen, wir sind hier ja umzingelt von Shintou und Buddhismus, von daher wird sich da hoffentlich noch mehr auftun. Hab heute sogar eines Steinbuddhas Haupt gestreichelt und an mir „abgeputzt“, gleich einer alten Dame vor mir: Das soll Glück (nicht im Sinne von Euromillions; kein kapitalistisches, sondern harmonsiches Glück … Wahnsinn, 11 kilo Kilometer im Westen muss sogar „Glück“ neu definiert werden … eigentlich schlimm, wenn nach einer Umfrage in der Schweiz für die meisten Jugendlichen halt Geld und so zum „wahren Glück des Lebens“ gehört … ) … bringen.

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