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	<title>AkiraBlog &#187; Vulkan</title>
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	<description>Die Welt aus der Sicht der Nussschale.</description>
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		<title>Der einen coolen Namen tragende Vulkan auf Island</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 17:27:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akira</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ich Vulkanismus und komplizierte Namen gleichwohl sehr interessant finde, schreib ich hier mal über was Wissenschaftliches; kein Garant, wie es rauskommt. Seit einigen Tagen tobt auf Island der „grässliche“ Vulkan, der fast den gesamten Flugverkehr lahmlegt und stinkt und eine Naturkatastrophe ist. Tote resp. Verunglückte durch diesen erneuten Zuschlag der Natur gabs bisher, soweit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich Vulkanismus und komplizierte Namen gleichwohl sehr interessant finde, schreib ich hier mal über was Wissenschaftliches; kein Garant, wie es rauskommt.</p>
<p>Seit einigen Tagen tobt auf Island der „grässliche“ Vulkan, der fast den gesamten Flugverkehr lahmlegt und stinkt und eine Naturkatastrophe ist. Tote resp. Verunglückte durch diesen erneuten Zuschlag der Natur gabs bisher, soweit ich weiss, keine.</p>
<p><span id="more-513"></span></p>
<p><strong>Eyjafjallajökull</strong></p>
<p>Erstmal zum Namen. Das Spassige ist ja, dass man in den Medien effektiv praktisch nur über den „Vulkan auf Island“, die „gigantische Aschewolke“ oder vom „Vulkan E.“ (Nachtrag: Der Blick schreibt, wie ich heute in der Volg gesehen habe, „Höllenwolke“!) spricht. Und wenn mal ein Name steht, dann oft im Kontext „Der Ausbruch des Eyjafjallajökull“ – aber wie verkehrt! Das erste Problem ist mal, dass 700 Millionen – 300.000 (Isländer) = 699.700.000 Leute in Europa, die kein Isländisch können, nicht wissen, dass Jökull zu Deutsch schlicht „Gletscher“ heisst. Und da der Gletscher <em>nicht</em> eine Eruption tut, kann auch nicht die Rede von „Der Ausbruch des Eyjafjalla<em>jökull</em> 2010“ sein. Vielmehr ist dies ja der Gletscher, unter dem der Vulkanberg liegt. (Ein „subglazialer Vulkan“, mehr dazu weiter unten) und ein Geltscher kann ja bekanntlich nicht wirklich &#8220;ausbrechen&#8221; (höchstens erbrechen?).</p>
<p>Zur weiteren Etymologie: Der Vulkan selbst hat eigentlich weniger einen Namen, eher ist es einfach der Berg, der einen Namen trägt. Eyja bedeutet simplerweise „Insel“ und steht sogar im Nominativ (genau, es gibt auch Kasus im Isländischen). Des weiteren heisst fjalla (Genitiv resp. ist möglicherweise ein Infix zu einer Art Assimilation) resp. fjall (Nominativ) Berg, so heisst der Mount Everest bei den Isländern halt „Everestfjall“ und ist 8850 „metrar“ hoch. Jökull zum Schluss heisst wie gesagt Gletscher.</p>
<p>Die Aussprache ist noch etwas vertrackter, ich habe in den Nachrichten bis heute noch keinen gehört, den Namen aussprechen. Wenn, dann vermutlich mit „deutscher“ Aussprache. Die Phonetik bei den Isländern ist nämlich ganz verrückt. Wenn sie ein doppel-l haben, wird der Laut, sofern es kein importiertes Fremdwort ist, zu einem explosiven Laut, das heisst man spricht es etwa wie ein &lt;dl&gt; oder &lt;tl&gt; aus. Vom &lt;u&gt; gibt es auch mehrere, nämlich ein &lt;u&gt; und ein &lt;ú&gt;. Das akzentuierte ist ein u wie in „G<strong>u</strong>tenachtgeschichte“, das andere ein deutsches &lt;ü&gt;.</p>
<p><span style="font-size: large;">&lt;Eyjafjatlajökütl&gt;</span></p>
<p>danke, lieber Nachrichtensprecher von heute Abend, bereite dich vor :-)</p>
<p>(Nachtrag 2: Im Japanischen (und im Russischen (und einigen anderen Sprachen)), die die ausländischen Wörter 1:1 phonetisch wiedergeben, sieht man recht gut, was gemeint ist: エ(e)イ(i)ヤ(ya)フィ(fi)ヤ(ya)ット(tto)ラ(ra/la)ヨー(yoo)ク(ku)ト(to)ル(ru/lu), EIYAFIYATTLAYOOKUTOLU -&gt; EIYAFIYATTLAYOKUTL. Mal die überflüssigen Konsonanten und Vokale weggelassen erkennt man die tl’s recht gut. Das u/ü-Problem konnte aber auch nicht befriedigend gelöst werden.)</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Funktionsweise</strong></p>
<p>Was ist ein <strong>Hotspot</strong>? Erstmal eine kleine Einführung in die Plattentektonik. Die Eurasische Platte (Europa und der grösste Teil von Russland) divergiert zur Nordamerikanischen Platte, das heisst, sie driften auseinander. So entsteht ein Spalt, bei dem Magma an die Oberfläche dringen kann und zu neuem „Boden“ wird. Es entsteht also neue Platte, wie am Fliessband. Der Vorgang heisst „Seafloor spreading“ und in unserem konkreten Fall entsteht der sogenannte „<a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/76/Mid-atlantic_ridge.jpg">Mittelatlantische Rücken</a>“ (das Bild kennt man in etwa).  An einer solchen Ritze im Gefüge der Platten hat es eine äusserst hohe vulkanische Aktivität, unter anderem auch eben diese Hotspots. Ein Hotspot ist eine heisse Quelle von Magma unter der Plattenschicht (Lithosphäre) und lässt sehr heisse Schmelze aufsteigen (je heisser, desto geringer die Dichte, desto besser steigt es auf). Die Platten können sich jetzt oberhalb weiterbewegen, der Hotspot bleibt allerdings fix. So entstehen Vulkane am laufenden Band.</p>
<p>Der Clou ist nun, dass Island der einzige grössere Ort ist, an dem der Mittelatlantische Rücken an die Oberfläche kommt und es einen Hotspot drunter hat.<strong> </strong></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 389px"><strong><strong><img title="Hotspot Grafik" src="http://oceanexplorer.noaa.gov/explorations/03mountains/background/geology/media/chain_600.jpg" alt="Hotspot Grafik" width="379" height="290" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Hotspot bei Hawaii. Quelle: http://oceanexplorer.noaa.gov/</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p>Ein <strong>subglazialer Vulkan</strong> ist ein nicht so schwierig zu erklärendes Phänomen. Sub, unter, glazial, glacies, Glace, Eis. Der Vulkan liegt einfach unter einer dicken Eisschicht. Wenn nun Lava ausströmt schmilzt das Eis oben weg und es gibt eine Vertiefung. Irgendwann wird es immer dünner, kracht zusammen und wir haben den Salat. Denn das kalte Wasser des Eises und die Lava mögen sich nicht, zweiteres erstarrt schockartig, ersteres verdampft blitzschnell; dabei gibt es einen Knall und eine grosse Explosion, ein riesiger Haufen Asche und Gase werden rausgeschleudert und verstopfen gerne Flugzeugtriebwerke und behindern Atemwege. Das liegt in der Natur der Sache.</p>
<p>Eine Gefahr besteht aber weniger in der Eruption selbst, sondern aus dem Schmelzwasser. Denn in der Entstehungsphase der Eruption wird extrem viel Wasser geschmolzen und bleibt unter der Eisschicht. Irgendwann kommt eine grosse Masse aus Schlamm und Wasser und Asche und so raus und ist reichlich unlustig für Umstehenden respektive stürzt sich verhängnisvoll ins Vulkantale.</p>
<p>Des Weiteren ist ja der ganze Flugverkehr lahmgelegt, Asche kommt runter und Island verdient Geld mit den Touristen &#8211; das wäre dann eher ein Blogeintrag bei einem Wirtschaftsheini, der ich leider nicht bin. Was ich noch anmerken kann ist, dass die Gefahr wohl nicht ausgestanden ist, denn neben dem Eyjafjalla Vulkan liegt ein zweiter, grösserer, der Katla. In der Regel brach der Katla immer kurz (für geologische Zeiträume) nach dem Eyjafjalla aus. Nur, wie gesagt, ist dieser gefährlicher und es müssten diverse Dörfer evakuiert werden und das eingenommene Touristengeld ginge wieder flöten (haha, &#8220;flöten&#8221;). Termin Katla: 2010/2011. (Oder 2012 und er explodiert förmlich und zapft die gesamte Flüssigkeit im Erdinnern an und pumpt alles in die Atmosphäre und wir sterben alle daran und 2012 ist doch wahr (was ich natürlich nie in Frage stellen würde &#8230;)).</p>
<p>Ju, soweit so gut. Ich bin mal gespannt, wie es weiter geht mit der Asche.</p>
<p>Bis dahin, ferien-reiche Grüsse, geniessen Sie es ;-)</p>
<p>Akira.</p>
<p>Kurzes aber cooles Video:<a href="http://www.youtube.com/watch?v=qVWiL7yzIvI"></p>
<p>http://www.youtube.com/watch?v=qVWiL7yzIvI</a></p>
<p>und: wow<a href="http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/image/1004/icevolcano_fulle_big.jpg"></p>
<p>http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/image/1004/icevolcano_fulle_big.jpg</a></p>
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		<title>Tag 4: 9:1 für Onsen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 14:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Akira</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach keinem leckeren Frühstück, gings ab mit dem Bus und zwar in den Süden. Wir fuhren und fuhren &#8230; aber ja, was wir gestern (http://akirablog.ch/japan/tag3/) in Akihabara nicht geschlafen haben, holten wir jetzt nach. Nicht in vollen Zügen (sondern Bussen, nein), aber immerhin hie und dort ein Powernapping hat gut getan. Erste Station &#8220;on the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach keinem leckeren Frühstück, <span>gings</span> ab mit dem Bus und zwar in den Süden. Wir fuhren und fuhren &#8230; aber ja, was wir gestern (<a href="http://akirablog.ch/japan/tag3/">http://akirablog.ch/japan/tag3/</a>) in <span>Akihabara</span> nicht geschlafen haben, holten wir jetzt nach. Nicht in vollen Zügen (sondern Bussen, nein), aber immerhin <span>hie</span> und dort ein <span>Powernapping</span> hat gut getan. Erste Station &#8220;<span>on</span> <span>the</span> <span>long</span> <span>way</span>&#8221; nicht &#8220;<span>home</span>&#8221; sondern nach <span>Hakone</span>, war der <span>grösste</span> Steinbuddha von ganz Japan. Der Koloss ist im Sitzen, also der <span>Meditationsstellung</span>, 40m hoch und hat etwa <span>Schuhgrösse</span> Zweimeterfünfzig. Er hockt einfach so, schon 750 Jahre vor sich hin dösend, <span>jawohl</span>, erlebt hat er schon viel: Beispielsweise war um ihn herum ursprünglich ein Tempel, der aber von einem <span>Tsunami</span> zerstört wurde, gebaut. Nun steht der Gute halt einfach mitten in der <span>Pampa</span> <span>draussen</span>, <span>umwindet</span> von Grün und der Natur; wirklich ein eindrückliches Bild darstellend. Gleichfalls den Japanern. Viele von ihnen <span>schmeissen</span> ein paar Hundert Yen in den Kasten vor des Riesen <span>Füsse</span>, verneigen sich und <span>ziehn</span> ein Powergebet durch, im Rahmen von 10 Sekunden, und gehen wieder. Ich <span>weiss</span> nicht, wie die das machen mit dieser Religion. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie sie auf die eine Seite religiös sind, auf der anderen Seite aber wieder nicht so wirkend &#8230; oder liegt es an der westlichen Vorstellung von <span>Religionsausübung</span>? Kirche, Priester und Konsorten ist das A und O? Ist Buddha, <span>Mönch</span> und Kompanie das <span>Yin</span> und <span>Yang</span>, oder besser das A und N? Ich werde dem weiter auf die Spur gehen, wir sind hier ja umzingelt von <span>Shintou</span> und <span>Buddhismus</span>, von daher wird sich da hoffentlich noch mehr auftun. Hab heute sogar eines <span>Steinbuddhas</span> Haupt gestreichelt und an mir &#8220;abgeputzt&#8221;, gleich einer alten Dame vor mir: Das soll Glück (nicht im Sinne von Euromillions; kein kapitalistisches, sondern <span>harmonsiches</span> Glück &#8230; Wahnsinn, 11 <span>kilo</span> Kilometer im Westen muss sogar &#8220;Glück&#8221; neu definiert werden &#8230; eigentlich schlimm, wenn nach einer Umfrage in der Schweiz für die meisten Jugendlichen halt Geld und so zum &#8220;wahren Glück des Lebens&#8221; gehört &#8230; ) &#8230; bringen.</p>
<p><span id="more-356"></span><br />
Nach weiteren Strecken und Distanzen kommen wir an eine Raststätte &#8230; und ich versteh&#8217; nun auch langsam die Japaner in der Schweiz, die in jedem blöden Laden ein <span>heiden</span> Drama veranstalten, wenn es sich um Alltagsgegenstände dreht &#8230; aber bei uns <span>ists</span> nicht anders gewesen &#8230; <span>grosso</span> <span>modo</span>: Es ist halt verdammtnochmal schon spannend, was in einem 24/7-Kombini alles angeboten wird. Es hatte dort <span>zB</span> einen Automaten für Mittagessen. Also, Mittagessen? Nein, kleine Kärtchen. Man wirft ca. 500Y in den Geldempfänger alias Schlitz und drückt aus ca. 100 verschiedenen Tasten sein Menu. Unten kommt eine Karte herausgesprungen, die man dann der Frau am Tresen gibt und die das dann überliefert, was man möchte, und es einem gekocht wird. So. Aber dann, unsere lieben Reisegruppenteilnehmer &#8230; <span>kauf</span> sind wir drin, hör ich ein fluchen. Und, nein nicht einfach so was im Stil Rambo 4, nein, der hat auf Teufel komm raus die halbe Unterwelt beschwört und wie wild gemeint, dass es verfluchtnochmals nicht klappe mit dem Automaten und er jetzt ein richtiges Essen wolle, und <span>seis</span> eine <span>Scheiss</span> <span>instant</span> Suppe &#8230; :-)<br />
Ich konnte aus dem Gewimmel von japanischem Anfänger-<span>ABC</span> nach einer kleinen Suche das <span>Ramen</span> (Nudelsuppe) ausfindig machen und erntete <span>grosses</span> Erstaunen bei dem verruchten Manne. Dem hab ich eines durchgegeben. Wir konnten dann <span>nämlichn</span> was wirklich leckeres (<span>oishi</span>) essen, während die anderen erneut <span>Instant</span>-Zeugs und <span>Knabbereien</span> mit Seetang zu verzehren hatten. :)</p>
<div id="attachment_359" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://akirablog.ch/wp-content/uploads/2009/10/04102009076.jpg"><img class="size-medium wp-image-359" title="Sonnenuntergang Hakone" src="http://akirablog.ch/wp-content/uploads/2009/10/04102009076-300x225.jpg" alt="Sonnenuntergang Hakone" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Sonnenuntergang&quot; (hinter den Wolken zumindest) in Hakone. Zum Bus hinaus, leider ... allerdings ist rechts, der schwache Umriss, der Fujisan ... wie gesagt (rechts), man hat heute nicht wirklich viel gesehen. Es ist leut Statistik nur ca. 60 Tage im Jahr sehr klar. Wenn wir glück haben, ist es das morgen! :)</p></div>
<p>Nach nun noch einer <span>Schiffahrt</span> auf dem <span>Ashisee</span>, kamen wir tatsächlich in die Nähe des Fujisan. (<span>Fujiyama</span>: Falsch. <span>Mount</span> Fujisan: Falsch. <span>Mount</span> <span>Fujiyama</span>: Falsch.) Aber um Himmels Willen brach da eine Hysterie aus, als es um die Fotos des Berges ging. Der Vulkan, eingehüllt von Nebel (also man sah wirklich fast nichts) <span>lugte</span> ein Bisschen, wirklich nur ein Bisschen zur Wolkendecke hinaus. Aber die Leute rotieren und öffneten die Fenster und schossen und schossen und wir kamen hinter Häuser und sie fluchten und wir kamen hinter Bäume und sie fluchten nur noch lauter. Wie gesagt: Es gibt Dinge, die kann man nicht auf Papier bannen, und der <span>Mt</span>. Fuji (richtig) gehört dazu; wir haben dann vom Zimmer aus auch noch zwei drei Versuche unternommen &#8230; aber es klappt wirklich fast nicht. Ich habe aber gehört, morgen soll es klar sein, mal sehen (im wahrsten Sinne des Wortes), was daraus wird.</p>
<p>Und wo ein Vulkan ist, ist auch eine Quelle &#8230; eine <span>heisse</span> Quelle &#8230; und ein <span>Onsen</span>. Ein japanisches Bad mit <span>heissem</span> Wasser und lustigen Tüchlein auf dem Kopf. Und nackt. Denn es ist so: Man zieht sich um respektive aus, und geht rein. Dann sitzt man auf einen Schemel und muss <span>isch</span> gründlichst einseifen. Gerade als Fremder; die Japaner haben nicht gerne Dreck im Wasser. Aber eigentlich komisch. Bei uns <span>ists</span> so, dass jeder anderes Wasser benutzt beim Baden, weil wir das unhygienisch finden. Die Ostländer wollen nicht im eigenen Dreck schwimmen, also waschen sie sich sehr gut und gehen rein; dafür mit anderen zusammen. Ich <span>geh</span> rein &#8211; abschrubben &#8211; ins <span>heisse</span> Wasser &#8211; raus &#8211; einseifen &#8211; <span>abduschen</span> &#8211; ins <span>heisse</span> Wasser &#8211; raus &#8211; ins kalte Wasser (da war ich dann einer der ganz harten im Nehmen. Kein <span>Arigatou</span> und rein mit mir, <span>ha</span>!) &#8211; raus &#8211; in die Sauna &#8211; ins Kalte -<span>The</span> <span>End</span>. So ist das. Und wer hab ich in der Sauna, getroffen? Ein Einheimischer. &#8220;<span>Sumimasen</span>&#8220;. <span>Bla</span>, dann hab ich gesagt, wie <span>cool</span> dieses <span>Onsen</span> ist. Und dann <span>hats</span> angefangen. Er könne kein Englisch. Auch kein Französisch, auf meine Frage &#8220;antwortend.&#8221; Oder ist das zu viel gesagt? Wir haben nämlich mit Händen und <span>Füssen</span>, Englisch und Japanisch geredet. Er entschuldigt sich, ich entschuldige mich, und hin und her, und er habe eine 5 Jährige Tochter, wie alt ich sei, und ach, erst 17, wie toll, woher ich komme, und er solle mal <span>Chuchichäschtli</span> aussprechen, woran er dann <span>schliesslich</span> schlimmer scheiterte als ein Streichholz, das versucht eine Supernova zu verhindern. <span>Huhihetsu</span>. <span>Huhihaetsui</span>. Besser <span>gings</span> nicht. Um das, was der da zusammenprobiert hat, niederzuschreiben, reichte das <span>IPA</span> ganz und gar nicht aus. Niemals.<br />
Aber <span>sowas</span> <span>find</span> ich eben super. Kommunikation, Freundlichkeit und so. Einfach nett sein zueinander und schon klappt alles und macht <span>Spass</span>. Dieses Gespräch war eines der Highlights bisher: Nackt in einer 2x2m <span>grossen</span> Zelle, mitten in der <span>Pampa</span> Japans. Bei uns in Europa könnte man sich, was solche Angelegenheiten anbetrifft wohl eine Scheibe abschneiden. <span>Really</span>.</p>
<p>Im Anschluss <span>gings</span> dann noch in die Massage zu einem Profi. 30min 9<span>ter</span> Himmel, aber durch die Hölle musst&#8217; ich auch. War nicht immer gerade angenehm, was der da für spezielle Punkte massierte; aber ich war danach drauf wie ein junges <span>Rehlein</span>. Nach einer tiefen Verbeugung <span>gings</span> eigentlich langsam ins Bett &#8230; oder halt Blog schreiben =P</p>
<p>_ ____ _________</p>
<p>Einer der <span>entspannensten</span> Abende bisher, nein, nicht in den Ferien, <span>haha</span>, im ganzen Leben. Das <span>Onsen</span> kassierte nur einen negativen Punkt (darum 9:1), und zwar war es <span>geschlechtergetrennt</span> &#8230; <span>xD</span> &#8230; <span>Sumimasen</span>, <span>sumimasen</span>, <span>sumimasen</span>, <span>sumimasen</span>, <span>goooomen</span> <span>nasaaaaaiii</span>; keine Lehre für heute mehr, und tschüss!</p>
<p>Akira.</p>
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